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Aktuell
Windows Vista Einführung -
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Ein
Erfolg?
Microsoft erzielte im letzten Quartal die
höchste Gewinnsteigerung seit 1999 (+27%). Dass das etwas mit Office 2007 und
Halo 3 (das neuste Xbox 360 Spiel) zu tun hat, überraschte wohl wenige. Aber,
dass Windows Vista ebenfalls kräftig zum Erfolg beigetragen haben soll, erzeugte
bei manchem Experten schier ungläubiges Staunen.
Haben dies Experten die Einführung von Vista
unterschätzt? Schleicht es sich heimlich in die Büros und Haushalte? Oder hat
Microsoft etwa die Zahlen etwas aufgepäppelt?
Bei den Heimanwendern hängt der Umatz von Vista
eng mit PC Verkäufen zusammen. Da mittlerweile Über 90% aller angebotenen neuen
PCs und Laptops sind mit Vista ausgestattet sind, hat der Konsument ja fast
keine Wahl mehr.
Ein weiterer Faktor der die Zahlen besser
aussehen lässt, ist dass viele Anwender sich oft für die teureren Versionen (Home
Premium und Ultimate) entscheiden.
Vista hat keine sonderlich guten Kritiken von der
Fachwelt erhalten. Für den Heimanwender gibt es immerhin ein Paar Vorteile, wie etwa die
bessere Handhabung von Digitalfotos oder den verstärkten Kinderschutz.
Die Geschäftswelt andererseits zeigt Vista mehrheitlich die kalte Schulter. Es
wäre zu einfach, zu behaupten, dass die IT Abteilugen die Einführung
verschleppen: schliesslich sind Sie bekannt für ihre
Trägheit, wenn es darum geht, neue Software einzuführen. In Wahrheit scheinen
Umfragen zu belegen, dass Vista die hochgesteckten Erwartungen der
Entscheidungsträger verfehlt zu haben.
Bei der Einführung hat Microsoft drei Punkte
hervorgehoben:
- Sicherheit
Dank der UAC (User Account Control) benötigen Anwender keine
Administrator-Rechte für den routinemässigen Umgang mit den Programmen.
Selbst von Administratoren verlangt die UAC Zustimmung für viele heiklen
aufgaben, so dass Malware Programme (theoretisch) keine Chance mehr
haben sich heimlich einzunisten. IE 7 bitetet weitere verbesserte
Schutzmechanismen gegen Web-Angriffe.
- Verwaltung
Die verbesserte Installation mittels Imaging bringt Erleichterungen bei der
Einführung von neuen PCs im Unternehmen.
- Mobilität
Unter XP gab es eine spezielle Version für Tablet-PCs. Die benötigten
Funktionen sind nun in Vista Business und Ultimate integriert.
Diese Vorteile tragen zwar dazu bei, die Kosten zu
reduzieren; sie sind aber zu bescheiden, um den Verdrängungsprozess wirklich
voranzutreiben.
Einige Experten behaupten dass die verbesserte
Sicherheit bei Vista der Hauptgrund sein sollte um Vista einzusetzen. Andere
dagegen meinen die UAC sei übermässig restriktiv und behindere den Anwender bei
seiner Arbeit: Die besten Sicherheitssystems sind für den
Anwender unsichtbar.
Die Apple Oberfläche war bei der Entwicklung von
Vista für Microsoft Vorbild. Für den ungeübten Anwender sollte alles
übersichtlicher und intuitiver werden. Der Verliere bei dieser Entwicklung ist
eindeutig der Profi-Anwender: Zum Beispiel braucht es jetzt 5-6 Mausklicks um
die Netzwerkkonfiguration zu erreichen, während dies unter XP lediglich 2-3
Klicks erfordert.
Windows Vista - ein Flop?
Soll das heissen, dass Windows
Vista sich nicht durchsetzen wird? Keineswegs: am ende wird Vista von privaten
und Business- Anwendern gleichermassen übernommen werden. Es wird vielleicht
einige rebellische Geister dazu bewegen zu OS X zu wechseln, aber dem Apple
Betriebssystem fehlen die notwendigen Ressourcen um sich in grossen
Unternehmen durchzusetzen.
Was ist mit Linux? Vergessen Sei es! Wenn Linux
sich in Unternehmen durchsetzen sollte, dann hätte dies bereits vor Jahren
geschehen müssen.
Wie geht es weiter?
Die neuste Verkaufstaktik von Microsoft um den Umstaz von Vista zu
steigern, ist der XP Downgrade: Neue PCs
werden mit vorinstalliertem Windows XP ausgeliefert. Auf dem Computer befindet
sich aber eine Vista Lizenz und es liegt nur eine Vista Installations-DVD bei.
Der Kunde kann somit XP verwenden und soll selbst entscheiden können, wann er zu
Windows Vista wechselt. Zurück kann er dann allerdings nicht mehr.
Das alles spricht nicht unbedingt für die Vorzüge
des neuen Betriebssystems, aber es macht Vista zum unausweichlichen Nachfolger
von XP für die breite Masse.
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